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With Full Force 2016 – Tag 2

Dani 3. Juli 2016 Konzertberichte, News, Online-Exklusiv

With Full Force 2016 – Tag 2

Es kam wie es kommen musste! Es regnete! Tat der Stimmung aber kaum, bis wenig Abbruch, denn pünktlich als „Annisokay“ die Zeltbühne eröffneten, wurde es langsam aber gewissenhaft besser. Das Wetter! Die Band ist eh saustark. Optisch vielleicht nicht der größte Teenischwarm (aber als Kerl kann man sowas eh schlecht bewerten), musikalisch dagegen schon sehr erhaben! Das Zelt wurde voller und voller, die Leute gaben früh alles was sie hatten und die ostdeutsche Kapelle dankte es den Fans bei ihrem WFF-Debüt mit einer gelungenen Show! So darf ein Start in den Tag aussehen!

Auf der Hauptbühne folgten nun die Lokalpatrioten von „Goitzsche Front“. Das i ist stumm! Anfangs noch reichlich überschaubar, füllte sich das Infield doch beachtlich bei der deutschsprachigen Rockcombo. Mit den, YouTUbe sei dank, bekannten Songs wie „Männer aus Stahl“ oder „Der Osten rockt“ zeigte man, dass sich die Band weiter nach oben kämpft! Ach und scheinbar gab die Truppe auch endlich den Startschuss für Pyro! Den sah ich am Vortag nicht! Randnotiz: Seit Broilers und Elsterglanz die erste, rein deutschsprachige Rockband auf der Mainstage! (Schaffte nicht mal Dritte Wahl, 4 Promille und co.)

Kommen wir zum „Best Intro of the Day“. Der Preis geht an „We Butter The Bread With Butter“. Großartiges Rumgequatsche im Vorfeld, ein Intro das „eigentlich ziemlich scheisse ist, aber gut!“ und schon hieß es Party! Mit riesigen, bunten Bällen die im Publikum für hellauf Begeisterung sorgten, einen fetten Sound und scheinbar, einigen Hits im Gepäck, machte die Truppe aus Berlin ein echtes Fass auf! Beste Stimmung bis dato und schon ein Highlight bislang. Schwarzen, heißen Kaffee trinken im Moshpit geht auch! Man muss es nur wollen. Alles richtig gemacht! Den Kaffee, wie auch die Performance der Band!

Es folgten die Ungarn von „Ektomorf“. Die Vergleiche zu anderen Bands sind unlängst bekannt, sind aber mittlerweile mehr als Geschichte, wenn man sogar besser ist als so manche Truppe aus Brasilien. Man trieb die Stimmung gut voran und hatte sichtlich Spaß auf der Bühne! Einer der besseren Shows die wir von der Truppe auf einem WFF bislang sahen!

Wir wagten nun einen Abstecher zu den Kollegen vom Metal Hammer und sahen auf deren Stage uns die 30minütige Perfomance von „Stepfather Fred“ an. Überraschend guter Sound, knallte uns von der kleinen Bühne entgegen. Hardrock im Style von Creed, nur mit mehr Eiern (Balls, Balls!) zelebrieren die Jungs nicht erst seit gestern! Mit jeder Scheibe und Konzert gewinnt man fleißig Fan für Fan für sich! Zu Recht! Die Jungs sollte man nicht aus den Augen verlieren. Stepfather Fred 4 tent? Wir denken: yo!

Es ging wieder ins Zelt zurück wo ich den größten Fehler eingestehen muss. „Rise Of The Northstar“ flogen eindeutig unter meinem Radar hindurch oder ich habe sie auf Platte schlicht vakant! Junge, was ging denn da?! Ein Brett, ein Gebolze, eine Wand! Die Rap-Attitüde ging nicht nur über die Vocals einher, sondern auch über die Stageperfomance vom Sänger. Mit sienem tief ins Gesicht gezogenen Cap, muss man sich fragen: Hat jemals dem wer in die Augen gesehen?!! Scheisse, da ging einiges!

„Hatebreed“ und Platz vor der Bühne?! Wie geht das? Also wir reden von massig Platz vor der Bühne! ROTN haben das Zelt fast zum Platzen gebracht und niemand wollte da nur eine Sekunde verpassen, so dass Hatebreed (vielleicht genau deswegen?) später anfingen und mit „Destroy everything“ auch schon mal einen Hit am Anfang zum Besten gaben! Nachdem die Massenwanderung seitens der Zeltbühne beendet war (ca. 8.000 Leute müssen ja auch irgendwie bewegt werden), sah die Welt schon wieder „normal“ vor der Bühne aus und Herr Jasta hatte wieder sein gewohntes Publikum. Drückender Sound, volles Haus, gute Setlist (mit teils neuen Songs). Alles geil! Hatebreed eben!

Im Zelt hieß es gleichzeitig „Cock Sparrer“ und die durfte ich (tiz) mir nicht entgehen lassen. So lange in Sachen Musik unterwegs und immer verpasste ich diese Band! Danke an „Discipline“ die mich freundlich darauf hinwiesen, endlich eine derer Shows mal zu sehen. Eine Band, die seit 44 Jahren existiert, Hits en Masse und die Erkenntnis: Hier klauen also die ganzen Oi!/Punkrockbands also ihre Ideen! Ein Sing-A-Long folgte dem nächsten und mit „Runnin’ Riot“ und natürlich „England belongs to me“ kann man nix falsch machen! Aber wenigstens sah es auch die Band ein: „Wir Engländer, hatten echt eine scheiß Woche! Wirklich: scheisse!“ Da wollen wir den alten Herren mal rechtsprechen!

Bis hierhin war der Tag perfekt und „Amon Amarth“ können von Glück reden, dass Deutschland gegen Italien gewann, denn die drei Stunden Wartezeit aufm WFF, dank der EM, war ein echter Stimmungskiller. Niemand bewegte sich mehr, man begann zu frieren (mimimi) und irgendwann wollte nur jeder das der Betrieb weiterlief. Kurz nach Hector’s finalen Elfer, starteten das langersehnte Intro der Schweden! Die Drachenköpfe ragten fulminaten von der Bühne gen Himmel. Feuer hier, eine wahnsinns Lichtshow dort und dazwischen eine absolut perfekte Band. Die deutsche Sprache wird auch stets besser bei Herrn Hegg so das er in recht gutem Deutsch „..und Gratulation zum Halbfinale!“ Mal was anderes als das übliche „Danke sehr“
Zum zweiten Mal mussten also „Amon Amarth“ in dieser Festivalsaison nach einem Spiel der deutschen Nationalelf antreten und erneut konnte die Truppe die Masse für sich begeistern. Ein mehr als würdiger Headliner an einem perfekten Tag mit Sternchen.

Tiz / Arti

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Dani

Redakteur - Verantwortlich für die Bereiche Rock, Metal, Metalcore, Gothic sowie Fotograbenrockerin zum pixeligen Einfrieren von Konzertmomemten.

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