DasRockt! Magazin

Schlussakkord – Vom Gedanken bis zum Titel

Thomas 28. März 2018 Allgemein, Interviews, Magazin

Schlussakkord’s Debüt – Album „Spieler oder Bauer“ wird am 16.02.2018 veröffentlicht und verspricht ein grandioses, klassisches Deutschrockalbum zu werden. Wir waren neugierig und Gitarrist Andreas Märtin hat sich Zeit genommen, uns für einige Fragen Rede und Antwort zu stehen. Andreas spricht in unserem Interview über die neue Platte, dessen Entstehung, die damit verbundenen Auftritte in diesem Jahr und die Namensänderung seiner Band.

DasRockt!: Am 16. Februar erscheint endlich Euer neues Album „Spieler oder Bauer“. Kannst Du uns ein paar Eindrücke aus der Zeit im Studio geben?

Andreas: Zunächst haben wir die Vorproduktion im „M.P. Studio“ eingespielt. Ich nutze mal die Gelegenheit, um für meinen Bruder Mathias, dem das Studio gehört, etwas Werbung zu machen (lacht). Ganz bewusst haben wir uns dann für das „Soundart Recording Studio“ in Dessau Roßlau entschieden. Aufnahmeleiter waren also in dem Fall Alexander Lysjakow und Peter Fischer. Warum wir genau dort waren ist ganz einfach: Und zwar aus dem Grund, dass uns eine gute Atmosphäre extrem wichtig war und wir dort eine gesunde Mischung aus professioneller Herangehensweise und jeder Menge Spaß genießen konnten. Ganz liebe Grüße an die beiden. Tolle Zusammenarbeit!

DasRockt!: Was können Eure Fans von der neuen Scheibe erwarten?

Andreas: Unsere Fans können auf jeden Fall wie in alten Tagen ein Deutschrock-Album erwarten, das weitestgehend straight nach vorne geht, aber beispielsweise mit „Wir bleiben stehen“ auch ruhigere Töne anschlägt. Der Song ist in dem Fall eine Ansage an all die Leute da draußen, die anderen das Leben unnötig schwieriger gestalten, aber auch eine Motivationsquelle für die, die sich in einer schwierigen Situation befinden. Rein textlich haben wir uns sehr stark sozial-kritisch orientiert. Die besten Beispiele dafür sind ganz klar „Spieler oder Bauer“, „Halt die Fresse“ oder „Schwarze Schafe unter Schlangen“. Darüber hinaus haben wir auch ein schönes Trinklied dabei, so möchte ich es mal nennen. Mit „Zu schön zum Abgewöhnen“ beschreiben wir den allseits bekannten Morgen danach und den damit verbundenen Kater (schmunzelt). Im Prinzip sind alle Songs durch eigene Erfahrungen oder die Beobachtung unseres Umfeldes entstanden. Ansonsten geht unser Album sicherlich gut ins Ohr und im besten Fall bleibt es dort auch (lacht).

DasRockt!: Welcher Track auf der Platte bedeutet Dir persönlich am meisten und warum?

Andreas: Definitiv unser Titelsong „Spieler oder Bauer“, da mir das besungene Thema sehr wichtig ist. Der Track urteilt über gewisse Problematiken in der Welt und spiegelt unsere kritische Meinung zu diversen Missständen wieder. Vor allem handelt der Song von all den

Geschehnissen, über die die Medienlandschaft berichtet und bildet somit ein klares Kontra, nämlich dass die Leute ihre eigenen Augen öffnen und beginnen, bestimmte Thematiken zu

hinterfragen. Für mich persönlich ist das ein wichtiges Thema und ich freue mich, dass wir uns innerhalb der Band darauf einigen konnten, diesen Track zu unserem Titelsong zu küren.

Generell finde ich, dass der Titel ordentlich nach vorne geht und einen tollen Ohrwurmcharakter hat. Ich denke, der Track hat somit eine berechtigte Position im Album eingenommen und ich hoffe, dass dieser Song die Leute zum Nachdenken anregen wird!

DasRockt!: Am 10. Februar beginnt die „Deines Glückes Schmied“-Tour von Goitzsche Front, auf der Ihr als Support dabei sein werdet. Wie kam es dazu?

Andreas: Wir haben ja bereits 2015 zur „Aus Ruinen”-Tour die Band als Support-Act begleiten dürfen. Zumindest konnten wir in dem Jahr bereits einige Shows von Goitzsche Front mitspielen. An sich war das alles eine relativ simple Sache, da wir uns schon immer gut verstanden haben und das Zwischenmenschliche sofort gepasst hat. Was eher weniger beabsichtigt war, ist die Tatsache, dass unsere beiden neuen Platten jeweils am selben Datum auf dem Markt erscheinen. Definitiv warten da zwei sehr starke Alben auf euch und ich denke wir werden damit die Clubs ein wenig auseinander nehmen (lacht).

DasRockt!: Am 14. Januar warst Du mit Christopher (Gesang) in Schwanenstadt. Was habt Ihr dort gemacht?

Andreas: Ah ja! Unser kleiner Trip nach Österreich. Kurze Vorgeschichte: Und zwar hatten wir die Aufnahmen zu unserem Musikvideo „Spieler oder Bauer“ ja bereits fertig. Natürlich mussten uns kurz vor Release einige… wobei, was heißt einige? Eigentlich sind uns sogar ziemlich viele Spuren abhandengekommen. Kurzfristig hieß es dann also, einiges noch einmal neu zu machen. Wir haben tatsächlich zwei Tage die Drähte und Köpfe glühen lassen damit uns etwas Passendes einfällt. Letztendlich hatten wir dann einen Termin in Schwanenstadt, um die fehlenden Szenen nachzustellen und konnten dann doch noch ein richtig geiles, finales Musikvideo abliefern.

DasRockt!: Mit was dürfen Eure Fans dieses Jahr noch rechnen? Habt Ihr noch mehr Pläne für 2018?

Andreas: Ganz lange in Planung haben wir die Herbsttour mit Unantastbar, bei der wir auch quer durch die Republik touren werden. Ein ganz besonderer Termin für uns ist die diesjährige G.O.N.D., da wir letztes Jahr genau dort die Geburtsstunde von Schlussakkord auf der Bühne gefeiert haben. Das war definitiv ein Highlight! Zusätzlich sind wir für das „Rock dein Leben“ bestätigt worden. Am 01. Juni werden wir bei „Glorreichen Nacht“ in Teuchern gastieren. Was ich dazu sagen muss: Wir werden uns trotz all der Tourerei nicht bremsen lassen und haben bereits jetzt viele neue Ideen für Songs und werden da am Ball bleiben. Müde werden wir natürlich nicht und schreiben fleißig weiter für ein nächstes Album, das dann irgendwann mal erscheinen wird.

DasRockt!: „Spieler oder Bauer“ ist das erste Album, das unter dem neuen Bandnamen „Schlussakkord“ veröffentlicht wird. Vorher hieß Eure Band „Mental Hospital“. Warum habt Ihr Euch umbenannt?

Andreas: Also über die neue Namensgebung haben wir bestimmt ganze drei Jahre gegrübelt: Ob wir es überhaupt machen sollten, wie würde der neue Name lauten? Fragen wie diese haben wir uns gestellt. Ursprünglich sollte bereits die „Unsere Worte, unsere Lieder“-EP, dessen Veröffentlichung dann doch noch unter „Mental Hospital“ stattgefunden hatte, unter „Schlussakkord“ herausgegeben werden. Der Gedanke zum neuen Namen „Schlussakkord“ kam übrigens durch den Titel „Vom Anfang bis zum Schlussakkord“. Da waren sich dann, was die Namensgebung angeht, alle fünf das erste Mal sofort einig.

DasRockt!: Vielen Dank Andreas. Hast Du im Namen der Band noch ein paar abschließende Worte an unsere Leser?

Andreas: Sehr gerne! Das Jahr 2018 wird, was die Livepräsenz betrifft, ein ungewohnt starkes Jahr werden und wir freuen uns auf jeden, der bei uns vor der Bühne steht und ordentlich mit uns abfeiert. Wir sind auch immer gerne am Merchandise-Stand greifbar und können es kaum erwarten mit euch ein paar Worte zu wechseln und das ein oder andere Bierchen zu trinken! Kommt ruhig, wir beißen nicht (lacht)! Wir jedenfalls freuen uns enorm auf alles, was uns dieses Jahr erwartet und wünschen uns, dass ihr das mit uns feiert. Auf ein geiles, brachiales und lautes 2018!

Christoph Steger

www.schlussakkord.band

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Stütze der Nation und Go Go Tänzer bei Let´s Dance! Ansonsten ganz verträglich!

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