DasRockt! Magazin

Evanescence – Synthesis

Dani 23. Dezember 2017 ,

Evanescence

Synthesis

Wer die Band kennt weiß, dass Evanescence schon immer ein kleines Faible für klassische Elemente haben. Daher scheint es auch wenig abwegig, dass die Band ihr viertes Album als eine klassische Version ihrer Bandgeschichte auf den Markt bringen. Best of Deluxe oder auch Rock meets Klassik. Nichts, was die Welt noch nicht zu Ohren bekommen hat, aber die Verpflichtung von Orchester-Guru David Campbell macht den Unterschied zu anderen Versuchen diesen Sound-Weg einzuschlagen. Alte Stücke werden hier um die typischen Klänge – rockige Gitarre sowie treibende Drum Beats – reduziert und durch in gekonnt in Szene gesetzte klassische Instrumente angereichert. Was bleibt von einem Evanescence Lied bleibt, ist die unverkennbare Stimme von Sängerin Amy Lee. Leider ist genau dies auch der Knackpunkt der ganzen Scheibe, denn die Stimme verpufft doch stark ohne die sonst vorhandene Backgroundwucht. Unterm Strich bleicht die Erkenntnis, dass dieses Album auch gut auf die Stimme von Amy Lee verzichten könnte, denn was David Campbell hier an Sound kreiert hat, bedarf keiner stimmlichen Unterstützung. David Campbell, der schon mit Größen wie Green Day oder Metallica ähnliche Projekte umgesetzt hat, gerät bei diesem Album in den Vordergrund und lässt die Band Evanescence recht blass aussehen.

Ein wirklich tolles Album, was man sich gerne anhört, allerdings liegt dies besonders an dem einen Menschen, der nicht Evanescence angehört. (dani)

4/6 Punkten

VÖ: 10.11.2017

Label: Sony Music / Starwatch

Teil es!Share on Facebook0

Like this Article? Share it!

About The Author

Dani

Redakteur – Verantwortlich für die Bereiche Rock, Metal, Metalcore, Gothic sowie Fotograbenrockerin zum pixeligen Einfrieren von Konzertmomemten.

Comments are closed.