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Rock im Park 2016

Dani 7. Juni 2016 Konzertberichte, Magazin, News

Rock im Park 2016
Zeppelinfeld, Nürnberg
03.06. – 05.06.2016

Ein echter Festival-Freak weiß, was man an Kleidung einzupacken hat. Neben Sonnencreme und Achselshirt eben auch Regencape und Gummistiefel. Und genau das, konnten die Besucher des diesjährigen Rock Im Park Festivals gut gebrauchen. Zwar blieb ein Unwetter-Chaos wie beim Zwillingsfestival Rock am Ring aus, aber leicht machte es der Wettergott den Park-Rockern wahrlich nicht. An der Laune aber, konnte er nicht Schrauben und diese stand immer auf Sonnenschein und heiß wie Frittenfett.

Zum Start am Freitag blieb es bei einem Wechsel von Nieselregen und Sonne, so dass alle Stages durchgängig gut besucht waren. Während es bei den ersten Acts noch etwas verhalten losging, schien die Parkstage bei SDP und Alligatoah fast zu platzen.
Mit ihren gute Laune Tracks liegen sie einfach voll im Trend und ziehen Massen an Fans vor die Bühne. Und dass, während auf der großen Zeppelin-Stage Korn ihr brachiales Live-Set auspackten. Hier merkt man mal wieder deutlich, was RIP und RAR ausmacht. Eine bunte Mischung an Top-Acts aus allen Genres. Denn bei Korn war es keinesfalls leer vor der Bühne, sondern die Menge an Besuchern verteilte sich einfach super auf alle drei Bühnen. Und auch die Alterna-Arena hatte ihre Highlights.
Freitag und Samstag gab es „richtig schön auf die Fresse“, denn Metal- und Corebands teilten sich die Stage. Am ersten Abend war Caliban hier definitiv das Highlight! Crowdsurfers und Circle-Pits vom Feinsten.

Auf der Hauptbühne konnte man eine der letzten Shows von Black Sabbath genießen und den alten Herren nochmal die Devilhorns entgegen halten. Die Parkstage erreichte kurz vor 0:00Uhr ihren Siedepunkt. Fettes Brot weiß eben, wie man feiert! Direkt mit dem Oldschool-Hit „Nordisch By Nature“ eingestiegen brachten sie die Masse zum ausrasten.

Ein Neuling des Festivals „We Came As Romans“ rockte als erste Band die Centerstage des zweiten Festival Tages und läutete zum aufstehen. Während es bei „Of Mice & Men“ noch ziemlich ruhig blieb, sorgte Amon Amarth für gewohnt harten Metal-Sound und lud zum Headbangen in der Nachmittagshitze ein. Auf der Parkstage sorgte Frittenbude für erstes Ausrasten mit dem Hit „Hildegard“ und einer guten publikumsnahen Show.

„Panik! At the Disco“ hatte trotz fabelhafter Show mit der Konkurrenz auf der Zeppelin Bühne zu kämpfen. Aber wenn „Tenacious D“ rufen zieht es Jung und Alt vor die Bühne. Mit ihrer witzigen Art und der Gitarre im Arsch, meinte man fast einem Rock-Musical zu lauschen. Highlight hier natürlich die Zugabe „Fuck Her Gently“.
In der Alterna-Arena gab es den ganzen Tag kräftig was auf die Mütze und vor allem war diese richtig voll samt Oberränge. Besonders bei „Architects“ und „Shinedown“ welche Beide sicherlich auch die Parkstage gut gefüllt hätten, waren die Leute kaum zu halten. Doch auch die Bands vorher trugen dazu bei, dass in der Halle den ganzen Tag eine megamäßige Stimmung war. Des öfteren wurden unsere Fotografen sogar aus dem Bühnen-Graben geschickt, damit die Sicherheit der heran rauschenden Crowdsurfers nicht gefährdet wurde. Das Programm am Samstag in der Alterna Arena hat definitiv gerockt!

Gut zwanzig Minuten vor dem langersehnten Auftritt des Headliners Volbeat auf der Zeppelin-Stage zog eine dicke Gewitterwolke auf und drohte den Auftritt der Band zu verhindern. Zum Glück aller Beteiligten hatte der Wettergott hier Gnade und so konnten die Dänen doch noch ihren Gig starten. Durch die Verspätung und dem Starkregen hatten jedoch einige Fans schon Schutz in ihren Zelten gesucht. Der Rest aber feierte im Schlammbad weiter und wurden mit einer erstklassigen Show belohnt. Volbeat zündete ein Feuerwerk nach dem anderen und hatte eine gut gemischte Playlist für die Park-Rocker dabei. Besonderer Moment als Michael Poulsen (Sänger und Gitarrist der Band) über den verstorbenen Frontmann von Motörhead Lemmy sprach und ihm die Zugabe widmete. Rein von der Show her, kam das Highlight des Tages zum Schluss und zwar auf der Park-Stage mit Major Laser. Flammenwerfer, heiße Miezen mit coolen Tanzmoves und Konfetti-Regen sorgten für einen würdigen Tagesabschluss.

Nachdem am Freitag und Samstag eher die Post abging in der Alterna Arena, blieben am Sonntag die harten Riffs eher draußen. Dafür gab es mit Chefboss gleich zwei heiße Mädels zum Auftakt auf der Bühne. Die Bands nach denen die meisten Fans aber lechzten, befanden sich auf den beiden anderen Bühnen „Trivium“ und „Killswitch Engage“ bereiteten die Menge gut vor, ehe „Heaven Shall Burn“ dann im wahrsten Sinn des Wortes die Stage abfackelten. Big Party dann auch bei der nachfolgenden Band „Bullet For My Valentine“ welche ebenfalls den Flammenwerfer nicht zuhause gelassen haben.

Auf der Hauptbühne der Zeppelin-Stage, ging es spätestens bei Deftones dann ebenfalls richtig gut ab. In Deutschland mit dem Hit „Back to School“ richtig groß geworden, bewiesen die US Amerikaner, dass sie wesentlich mehr zu bieten haben.
Als „Billy Talent“ anschließend die Bühne betrat, meinte man fast, dass das halbe Festival nur auf diesen Auftritt gewartet hat, so groß war der Andrang. Die Erwartungen wurden jedenfalls erfüllt, Hit um Hit drang von der großen Bühne und die Park-Rocker waren kaum zu bremsen. Perfekte Vorlage also für eine Band, welche seit Jahren nicht in Deutschland gespielt hat und als absoluter Highlight Act gehandelt wurde. Die „Red Hot Chili Peppers“ enttäuschten ihre Fans nicht und spielten eine bombastische Show mit Hits wie „Californiacation“ oder „GIVE IT AWAY“ und obwohl manche Brecher wie „Otherside“ oder „Under the Bridge“ nicht gespielt wurden, blieb ein fettes Grinsen im Gesicht der Anwesenden. Kurz vor der Geisterstunde, durften die Cowboys von „The BossHoss“ nochmal ran und schlossen das Line-Up auf der Park-Stage mit einer fetten Party ab.

Unser Fazit ist, dass trotz schwierigem Wetter und den dadurch harten Bedingungen Rock im Park reibungslos stattfinden konnte und die Fans nie die gute Laune verloren. Die Alterna-Arena profitierte vom unbeständigen Wetter und konnte dadurch ordentlich Werbung für sich machen. Denn auch hier spielen hervorragende Bands, die eine volle Halle verdienen. Was bleibt sind nasse Zelte, nasse Klamotten, Sonnenbrand und Vorfreude auf 2017!

Bilder und Text Arti

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About The Author

Dani

Redakteur - Verantwortlich für die Bereiche Rock, Metal, Metalcore, Gothic sowie Fotograbenrockerin zum pixeligen Einfrieren von Konzertmomemten.

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