DasRockt! Magazin

Sunrise Avenue with Wonderland Orchestra – Lanxess Arena Köln 11. März 2016

Dani 7. April 2016 Konzertberichte

Im hellen Licht der Scheinwerfer steht Samu Haber verschwitzt und lauscht dem gewaltigen Chor der Menschenmasse in der Lanxess Arena. Immer wieder ertönt

Bye bye, Hollywood Hills

I’m gonna miss you, where ever I go

I’m gonna come back to walk these streets again

Bye bye, Hollywood Hills forever

Und in so manchen Gesichtern kann man den Abschiedsschmerz schon jetzt erkennen. Wird man die Lieblingsband wiedersehen?

Überpünktlich und fast schon heimlich huscht die Vorband Niila auf die Bühne. Mit Akustikgitarre, Saxophon und einer Menge Gute-Laune-Lieder trumpfen die Jungs aus Finnland gehörig auf und feiern gleichzeitig noch ihren Album-Release in Deutschland am heutigen Tag. Niila verstehen es gekonnt ihre höfliche Zurückhaltung lediglich auf ihre Körpersprache zu reduzieren und mit ihren Stimmen und Instrumenten für ordentlich Radau zu sorgen. Gleich stellt sich ein positives Lebensgefühl bei den Besuchern der Lanxess Arena ein. Bereits im Jahr davor waren die Finnen ebenfalls schon im Vorprogramm von Sunrise Avenue in Oberhausen zu hören und so verwundert es kaum, dass schon eine kleine Fanbase in Köln existiert, die zwischen den Stücken kreischt und die Texte von beispielsweise “Restless Heart” mitsingt.

Ein von hinten angeleuchteter Vorhang, in dem sich die Silhouette von Sänger Samu Haber abzeichnet, lässt den ersten lauten Kreischer durch die Halle schallen, welche durch die ersten Töne des Songs „Wonderland“ überlagert werden. Der Vorhang schleicht nach oben hoch und gibt den Blick auf die fulminante Bühne Preis. Auf mehreren Ebenen ist das Wonderland Orchestra mit all ihren Streichern und Bläsern gekonnt verteilt. Aber anstatt dem ganzen Sound von Sunrise Avenue ein komplett neues Gewand zu verpassen, werden die einzelnen Stücke eher in gewohnt rockiger Manier dargeboten und mit der kräftigen Stimme von Samu Haber rauchig abgerundet. Zwischendurch werden in einigen Passagen einzelne Instrumente des Wonderland Orchestras mit Soli gekonnt in Szene gesetzt. Sympathisch überlassen die finnischen Überflieger hier jeweils den Musiker der Orchestras das Rampenlicht. Auch werden diesen Musikern immer wieder von Sunrise Avenue Verschnaufpausen eingeräumt, in dem sie beispielsweise Rap-Parts durch Keyboarder Osmo Ikonen einbauen oder aber kurzerhand von der Bühne verschwinden, um im nächsten Augenblick auf einer zweiten bis dahin verborgenen Bühne im hinteren Bereich der Arena wieder auftauchen, um hier ihre akustischen Songs „Hurtsville“ sowie „Unholy Ground“ zum Besten geben. Kleine Geschichten werden ebenfalls durch Samu Haber verschmitzt erzählt, der sich auch gleich an seinen ersten Besuch im Underground in Köln erinnert. Ja, auch diese Band fing vor zehn Jahren mal klein an. Heute lassen Sunrise Avenue 12.000 Menschen überglücklich nach dem Konzert zurück mit dem leisen Versprechen, dass sie nach dieser Tour ins Studio gehen und ganz womöglich im nächsten Jahr damit wiederkommen. Wir werden sehen.

Bericht: Dani / Fotocredit: Dani Vorndran, www.black-cat-net.de

 

Setliste:

Wonderland

Little Bit Love

Rising Sun

Kiss Goodbye

Forever Yours Nightliner Remix

Lifesaver

Sail Away With Me (Riku & Samu)

I Can Break Your Heart

Something Sweet

Somebody Will Find You

Nothing Is Over (Tero Outro)

Hurtsville (acoustic B-Stage)

Unholy Ground (acoustic B-Stage)

Funkytown + Intro

Out Of Tune

Girl Like You

Sweet Symphony + Orchestra Intro

I Don’t Dance

Welcome To My Life

Fairytale Gone Bad

 

Zugabe:

Hollywood Hills + Piano Outro

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About The Author

Dani

Redakteur - Verantwortlich für die Bereiche Rock, Metal, Metalcore, Gothic sowie Fotograbenrockerin zum pixeligen Einfrieren von Konzertmomemten.

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