DasRockt! Magazin

Spreewaldrock – Festival 2017

Thomas 27. November 2017 Konzertberichte

Jung, frisch, stark organisiert, dennoch gewagt und im Aufwind. Was man über den Veranstalter Florian Wenzel sagen kann, trifft auch in vollen Zügen auf “sein” Festival zu.
Mein erster Besuch “auf dem Spreewald” sollte es sein und was sofort auffiel: Es gab keine Probleme. Nur Lösungen!
Donnerstags scheinen hier die wenigsten anzureisen und so war, als ich in Kompaniestärke ankam, bereits Zeltplatz und Reservezeltplatz maßlos überfüllt. Also wurden weitere Räume geschaffen. Wenn wahrlich jeder aber seinen halben Hausstand mit auf ein Festival nimmt, ist unter’m Strich selbst das größte Gelände zu klein. Das die Krawallbrüder, als einer der Headliner, bereits am Mittwoch spielten, stieß vielen negativ auf. So hatten viele bis Samstag Nachmittag noch die Hoffnung, die Saarländer würden erneut auftreten.
Umso größer die Enttäuschung über den Auftritt der Troopers am Donnerstag (dabei war dieser noch eher im Mittelfeld anzusiedeln), desto größer die Freude über den perfekten Sound- und Bühnenzauber den Hämatom versprießen. 90min Hochleistung in Sachen Bühnenpräsenz, -bild und Engagement. Erste Pyros in den Fanreihen, endloser Applaus und feiernde Menschen waren der Dank.
Während es Nachts auf etwa 6 Grad Celcius runterkühlte, ging es Freitag schon heißer her. Höhepunkte waren hier sicherlich das Debüt vom neuen Volxsturmsänger Robert. Die Feuertaufe bestens überstanden, bringt seine Stimme Volxsturm ein breiteres Gesangsspektrum und beschert mit seiner Bühnenperformance, Ansagen sowie Witz, neuen Schwung und in die (25 Jahre) alte Band! Grandios! Serum 114 bewiesen, trotz verletzten Gitarristen, dass sie eine der besten Livebands im Punkrocksektor sind und hatten zu jeder Zeit das Publikum im Griff. Auch für In Extremo war es der Start in die Festivalsaison und genossen den Abend ebenfalls in vollen Zügen. Show, Pyrotechnik, Setlist: erste Klasse. Ein überraschender, wie auch würdiger, Headliner. Schwerer hatten es da schon die Jungs von Toxpack, die um 00.50h ihr Set starteten, was für viele einfach nicht mehr machbar war körperlich.Hier sollte man jedenfalls nachbessern, denn Bands nach 0h noch zu erleben, ist nicht jedem vergönnt (mimimi). Am Samstag brannte letztlich der Planet in zweierlei Hinsicht. Erstens: Das Wetter zeigte sich von seiner brutal schönen Seite und ließ weit über 30 Grad jedem nach Schatten suchen (zum Nachteil vieler Bands), auf der anderen Seite gab es da ja noch den Headliner des Tages: Unantastbar. Vorher gaben Bands wie Rotz & Wasser, Saitenfeuer, Megaherz und Co. ihr bestes die Leute vor die Bühne zu bewegen.
Joggl von UATB bekam Halsschmerzen, die Band hatte technische Probleme auf der Bühne und der Kloß im Halse der Besucher saß ja auch noch tief. Was war passiert? Der Veranstalter hielt eine Ansprache und ließ durchsickern, dass es das SRF wohl nicht mehr geben würde. Umso mehr bemühten sich alle Beteiligten diesen, eventuell letzten, Abend besonders zu Ende zu bringen. Ein Bengalomeer war der gefühlte Abschiedsgruß an dieses Festival. Es wäre Jammerschade, wenn dieses feine, kleine, schmucke Festival im Osten wirklich die Segel streichen würde. Wir hoffen das Beste jedenfalls.(TIZ)

Teil es!Share on Facebook0

Like this Article? Share it!

About The Author

Stütze der Nation und Go Go Tänzer bei Let´s Dance!
Ansonsten ganz verträglich!

Comments are closed.