DasRockt! Magazin

Rock am Stück 2017

Thomas 26. November 2017 Konzertberichte

Rock am Stück 2017

Es wiederholte sich zum neunten Male das kleine Festival in Mitten der Nordhessischen Provinz.

Eingerahmt zwischen Feldern, Wiesen und Wald kann man schon sagen das die Location für dieses Ereignis mehr als einladend wirkt. Der Faktor der Gemütlichkeit erfasste einen schon bei der Anreise und im Verlauf des Festivals nahm dies auch keinen Abriss. Wenn man bedenkt das dieses Festival vor 9 Jahren aus dem Nichts entstand und man die Location wegen der großen Nachfrage wechseln musste, haben die Veranstalter nun die beste Wahl getroffen haben, was die Kulisse angeht. Nun, wir haben uns auf den Weg gemacht und uns das Rock am Stück mal genauer angeschaut. Das Spektakel vollzog sich im Laufe der Vorjahre über 2 Tage, dieses Jahr jedoch begann der Spaß bereits am Donnerstag mit einer Warm up Party die es bereits in sich hatte.

Start am Donnerstag war um 18:00 Uhr mit einem Band – Contest mit Gruppen aus der Region. Die drei Bands welche um einen Slot für 2018 antraten, konnten sich sehen lassen. Die Death Metal Truppe „Solace“ machte den Opener an diesem Abend und überraschte mit einem perfekten Set ohne großartige Patzer. Im Anschluss spielten „Jasey Lane“ mit einer Mischung aus Hardrock und mit weiblicher Frontfrau die bereits angereisten RAS Fans warm. „Tontourismus“ überzeugten zum Schluss mit ihrem Deutschrock die Menge und dürfen 2018 den Platz auf der Hauptbühne einnehmen. Den weiteren Verlauf des Abends übernahmen die extra aus Südtirol angereisten Freiwild DJ´s Martino Senzao und Steve U-Control. Ein fantastischer Abend mit ausgelassener Stimmung, eine gelungene Warm up Party die sich bis lange nach Mitternacht ausdehnte.

Der Freitag begann mit bestem Wetter was aber wiederum die Crew mächtig ins schwitzen brachte.

Während die Crew die Hauptbühne für den ersten Festivaltag vorbereitete, feierten die Fans auf den naheliegenden Campgrounds bereits ausgelassen. Das Infield füllte sich zum Mittag recht spärlich, dennoch ließen sich einige Fans den Startschuss von „ Ehrensache“ nicht nehmen. Musikalisch sind die Jungs im Deutschrock angesiedelt und beglückten die Menge mit beeindruckender Hingabe. In Folge ging es dann Schlag auf Schlag mit „Addict“ und „ Grim God“ die zur Freude der anwesenden Metal Fans eine fulminante Show ablieferten. Die weiteren Plätze übernahmen „Schlussakkord“ und „NullDB“ die mit ihren wiederum Deutschrock Elementen alles um sich herum perfekt einheizten. Mittlerweile füllte sich der Platz mehr und mehr, zur Freude von „Jesus Chrüsler Supercar“ diese Band ist von Coolheit und Lässigkeit förmlich besessen während ihre Professionalität das Publikum zeitgleich zum feiern brachte. Mittlerweile ging der Zeiger Richtung 22:00 Uhr was nichts anderes aussagte das der Headliner schon Backstage mit den Füssen scharrte. Kärbholz legten pünktlich los und der Platz war nun voll. Eine sensationelle Show der Hölzer, welche im Zuge ihrer „Überdosis Leben“ Tour das Rock am Stück auseinander nahmen. Würdig und voller Spaß macht die Band einen grandiosen Eindruck was natürlich, zur Freude Aller, gut ankam. Kärbholz nahmen gegen 23:30 Uhr den Hut und hinterließen ein glückliches Publikum. Doch wer nun dachte der erste Festivaltag sei gelaufen, der irrte, den die Macher des RaS hatten noch ein Eisen im Feuer!!! „Mind Driller“ aus Spanien durften den Tag abschließen. Diese Band macht kein Geheimnis daraus das sie überzeugte „Rammstein“ Fans sind, mit ihrer facettenreichen Show überzeugten sie auch die restliche Meute was zu einem Andrang beim Merchandise – Stand, im Anschluß der Show, führte. Eine wirklich beachtliche Truppe die man, wie wir meinen, uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

Das Wetter zeigte sich am folgenden Samstag wiederum von seiner schönsten Seite. Ein wenig Sonnencreme auf die Haut und schon konnte es weitergehen. Ein Mann mit Fuchsmaske betrat die Bühne „Fox – Metal“ schimpft der Solokünstler „Vulpes Animus“ seine Darbietung und legt sogleich den Grundstein für den 2 Tag. Es folgt „Die!She Said“ eine Metalcore Combo die die Mittagssonne zum explodieren brachte. Die Herren gaben nun wirklich alles und wer es nicht pünktlich vom Campground zum Gelände schaffte, verpasste eine brachiale Show der Extraklasse. Weiter ging es mit Metal von „Dawn of Destiny“ die mit Sängerin „Jeanette Scharf“ ebenfalls das Publikum überzeugte. Der Nachmittag füllte sich schneller als der Tag zuvor den es waren ja noch einige Hochkaräter zu erwarten. „Unherz“ legten sogleich nach während das Publikum nun richtig auf Temperatur kam und textsicher die Herren auf der Bühne unterstützte. Nach kurzen Umbau betraten „Pyogenesis“ die Bühne und hauten der Menge alte Klassiker und aktuelle Tracks ihres neuen Albums um die Ohren. Sympathisch wurde es als Frontmann Flo V. Schwarz ein paar Kids auf die Bühne holte um mit ihnen abzufeiern. Für uns ein absoluter Überraschungs Act auf diesem Festival „Pyogenesis „ überzeugten in ganzer Linie. „Battle Beast“ durften nun die geflashten Fans weiter bearbeiten und das machten sie auch. Wie eine Dampfwalze überrollten sie das ganze Areal und wer bis jetzt nicht schon schwitzte, der tat es mit Sicherheit ab diesem Zeitpunkt. Die Verschnaufpause war nicht besonders groß, den man hatte in die hessischen Wälder einige Wölfe geladen und das freiwillig. „Powerwolf“ enterten die Bühne, spätestens jetzt wusste jeder warum er hier hingekommen war. Die Wölfe gingen wie immer professionell ans Werk und hatten keine Mühe die Masse im Griff zu halten. Die Band sowie das Publikum hatten sichtlich Spaß und man kann sagen das es ein würdiger Headliner mit einer besonderen und unterhaltsamen Show an diesem Abend war. Auch hier war nicht Schluss denn mit „ Hellomatic“ setzte man an diesem Wochenende die letzte Krone auf während man im Hintergrund das Feuerwerk bewundern konnte.

Fazit: Das Rock am Stück Open Air ist ein kleines aber feines Festival welches mit Herzblut gesteuert wird. Alle Mitwirkenden, Künstler, Veranstalter und Crew hatten unvergleichliches erlebt und aus diesem Grund haben einige Bands bereits ihre Rückkehr an diesen Veranstaltungsort angekündigt. Organisatorisch lässt es keine Wünsche übrig. Trotz all dem Stress den die Crew und die Verantwortlichen ausgesetzt waren, man wurde immer mit einer freundlichen Geste begrüßt. Das ist es, was das Rock am Stück vermutlich ausmacht. Wir legen jeden das Jubiläum in 2018 an das Herz, auch hier wurden bereits einige Highlights angekündigt wie z.B. „Doro“, „Unantastbar“, „ Tankard“ , „Artefuckt“, „Killus“ und einige mehr. Bilder:Tilo Klein (TK)

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Stütze der Nation und Go Go Tänzer bei Let´s Dance!
Ansonsten ganz verträglich!

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