DasRockt! Magazin

9MM „Nitro Killers Tour“ Rockfabrik Ludwigsburg 21.02.2016

Sascha 7. April 2016 Konzertberichte

12 Städte wurden bespielt und in Ludwigsburg sollten die Truppe rund um Rock Rotten nun zum großen Tourfinale auffahren. Die Rede ist natürlich von der „Nitro Killers“ von 9MM. Um einer Tour auch ein ehrwürdiges Finale zu bieten, hat man die heiligen Hallen der Rockfabrik auserkoren.

Während die um 18 Uhr der obere Club der Rockfabrik noch recht schleppend füllte, schien gegen 19 Uhr die Blase zu platzen. Aus allen Löchern sah man die Kutten-Träger nun auf den Eingang rennen. So zwängten sich dann zum Show-Beginn von „King Kongs Deoroller“ gute 200 Mann in den schwitzigen Club. Die Heilbronner Kapelle weiß noch immer zu überzeugen und hebt sich mit ihren spritzigen Texten immer wieder vom Deutschrock-Einheitsbrei ab. Lediglich der neue Song, welcher an diesem Abend in der rockigen Version uraufgeführt wurde, reiht sich in dieses Schema der allgemeinen Deutschrocker ein. Die „Aaaahs“ und „Uuuuhs“ finden sich zuhauf in dem Track, aber selbstironisch hat man das schon erkannt und das Publikum wurde gewarnt. Tolle Show, auch wenn der Band der letzte Abend vom Fanclub-Treffen doch noch sehr in den Knochen hing. Wir freuen uns auf neu angekündigte Album.

Weiter mit „Unherz“. Auch hier frischer Wind im Genre. Sänger Felix gab seine Stimme mal wieder zum Besten und es wurden einige Songs der neuen Scheibe „Jetzt oder nie“ dargeboten. Auc die Klassiker wie „Pogobraut“ und „Seite an Seite“ sollten nicht fehlen und wurden lauthals vom Publikum mitgesungen. Kritik kann man eigentlich nur an der oft fehlenden Interaktion mit dem Publikum finden. Da sollten die Jungs mal mehr aus sich herausgehen, denn außer Bassist Walli bewegen sich die Recken dort oben nicht so viel und suchen den Kontakt mit den Fans.

Kurz nach Neun sollte dann auch die Stunde der ASSI Rock`n Roller schlagen. Mit einem kurzen Intro eingeleitet ging es ohne Verschnaufpause in die erste Runde. „Geh mir aus den Augen“ durfte als Opener fungieren und brahcte die Meute innerhalb von Minuten auf höchste Betriebstemperatur. 9MM wissen einfach, wie man die Leute packen muss. Ein Rock Rotten, der voller Enthusiasmus seine Geschichten in die Runde knallt oder die Leute zum Arme hochreissen auffordert – es macht einfach Spaß, der Truppe zuzuschauen. Auch Bassist Ketty Klein, welcher kurzerhand für den kranken Hazy einsprang, fügte sich perfekt in das Bild der Rock-Gauchos ein. Somit hat der Kerl einen super Job gemacht – das sollte auch mal erwähnt werden. Gitarrero Toby kann man eh nichts mehr vormachen – wer das Solo bei der „Vorstellungsrunde“ gehört hat, weiß, dass dieser Typ genau am richtigen Platz ist/steht. Die Drums wurden ebenso grandios beackert und über den Frontmann Rock Rotten weiß man ja eh Bescheid.

Songmäßig gab es eine bunte Reise durch die gesamte Diskographie der Band. Der Fokus lag natürlich auf der „Nitro Killers“ Platte, aber Evergreens wie „9MM ARR“, „Amigos para siempre“ oder „Heute feiern wir“ durften natürlich auch nicht fehlen. Ein Highlight waren natürlich auch wieder die Cover-Songs, welche mit „Durstige Männer“ und „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“ daherkamen. Wenn 200 Kehlen ein prustendes „Eyyy Ah, Eyyy Ah“ gegen die Bühne schleudern, dann hat das doch etwas einzigartiges an sich.

Nach einem Zugabenblock ging dann aber auch dieser Abend irgendwann zu Ende. Glücklich Gesichter, verschwitze Fans und heisere Kehlen. Da kann ein Fazit nur mit: Alles richtig gemacht! ausfallen. Die Tour ist Geschichte und in Ludwigsburg hat man einen würdigen Abschluss zelebriert. Die Hütte war voll und die Fans zufrieden. SO muss man sich von einer Tour verabschieden… (Bericht+Bilder: Sascha)

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