DasRockt! Magazin

Comeback Kid

tiz 3. April 2014 Interviews

Comeback Kid kommen aus Kanada und hauten mit “Die Knowing” im März ein amtliches Hardcorebrett raus. Wir sprachen mit Sänger Andrew über die beiden Features, musikalische Einflüsse und dem neuen Video.

DasROCKT!: Es ist ja nun nicht wirklich ein Comeback. Für die die Dich nicht kennen. Wer bist Du und woher kommst Du?
Andrew: Ich heiße Andrew „Goose“Neufeld, bin in Winnipeg (Kanada) geboren, lebe derzeit in Toronto und bin Sänger bei “Comeback Kid”.

DasROCKT!: Nach mehr als 10 Jahren bei Comeback Kid, wie kann man da noch sich und seine Fähigkeiten verbessern?

Andrew: Ich denke man muss einfach spielen. Dies ist die einzige Möglichkeit sich weiterzuentwickeln an seinem Instrument, aber auch an der Stimme. Spielen, singen, üben. Das ist es! Beim Songwriting ist es eine etwas andere Geschichte. Da hat es mehr mit “zur richtigen Zeit am richtigen Ort” zu tun und man kann sich nicht hervorsagen.

DasROCKT!: Mit Scott Wade ist ein ehemaliges Bandmitglied als Feature vertreten auf eurer neuen Scheibe. Wie wurde er in den Song “Full Swing” mit involviert und wie fühlte es sich an mit ihm erneut einen Song zu schreiben/aufzunehmen?

Andrew: Es war sehr cool. Scott ist ein sehr enger Freund und wir wollten unbedingt, dass er teilnimmt an einen unserer Songs. Die Gesangsspuren nahm ich in Italien auf (Backstage als ich mit meiner anderen Band Sights & Sounds unterwegs war) und ein Freund von Scott nahm wiederum seinen Part in Toronto auf. Der Rest wurde dann in Winnipeg erledigt. Wir ließen Scott seinen eigenen Teil zum Song schreiben, nachdem er sich den Song angehört hat und es klingt alles sehr sehr natürlich. Ich finde Scott klingt großartig auf dem Track. Wir sind begeistert davon!

 

DasROCKT: .. und wer ist Pauly Correia? Google war keine Hilfe.
Andrew: Das kommt daher, dass jemand seinen Namen verkackt hat und somit der Name falsch übergeben wurde. POLI Correia ist ein sehr talentierter Musiker aus Portugal und ein guter Freund von uns. Er sing in einer Hardcoreband namens Devil In Me und hat nebenbei noch ein Soloprojekt am Laufen namens: Sam Alone. Solltet ihr mal reinhören!

DasROCKT!: Hast Du die olympischen Spiele verfolgt?
Andrew: Ja klar. Lief gut für Kanada!

 

DasROCKT!: Am 7. März kommt nun eure neue Platte raus. Wo ist der Unterschied zum Vorgänger?

Andrew: Ich denke „Die Knowing“ ist unser härtestes Album bis zum heutigen Tage. Wir versuchten das Ganze einfacher zu halten, was das Songwriting angeht und am Ende kamen schnellere und kürzere Songs heraus. Unsere letzte Scheibe „Symptoms + Cures“ war mehr auf den Punkrockroots des Hardcores ausgelegt. “Die Knowing” spiegelt da eher die Metalseite wieder.

DasROCKT!: Ihr habt sehr viele verschiedene Einflüsse in eurer Musik. Genießt Du die neuen Stücke der Bands aus den 90igern heute noch, auch wenn sie teilweise einen komplett anderen Sound haben heutzutage?

Andrew: Ich habe immer noch viel Vergnügen mit all den Bands, mit denen ich aufwuchs und ja wir sind noch immer beeinflusst durch ihre heutige Musik. Aber wir sind ebenso durch die neuen Stile der Musik beeinflusst, wie z.B. Modern Hardcore/Punk und all ihre Variationen. Bspw. beim Song „Sink In“ habe ich den Refrain von der Band My Bloody Valentine zerrissen. Also wir vermischten die verschiedenen Sachen und Elemente und herauskam unser ganz eigener Sound.

DasROCKT!: Fühlst Du dich eigentlich gut damit Musikvideos zu drehen oder ist das eher einer der Arbeiten die gemacht werden müssen?

Andrew:Also meistens ist es Spaß. Manchmal ist man ein wenig gehemmt beim Singen in eine Kamera aber das kriegt man auch schon raus. unser neues Video zu „Should Know Better“ war eines der lustigsten Videos, die wir je gemacht haben. Jeder war richtig betrunken und unsere Freunden hatten mit uns eine riesige Party, welche uns auch alles kaputtmachen ließen. Fernseher, Toiletten, alles einfach und wir haben es auf Video! Ein ziemlich fröhliches Video im großen und Ganzen, welches man nicht zu ernst nehmen sollte.

DasROCKT!: Du hast ja schon gesagt, dass Du nicht mehr in Winnipeg lebst. Wo treibt ihr euch alle so rum und was ist das Beste an Kanada?

Andrew: Wir alle leben in unterschiedlichen Städten mittlerweile. Winnipeg, Vancouver, Toronto, Kalifornien. Das beste an Kanada, uh, kostenfreie Gesundheitsversorgung, wundervolle Berglandschaften, einige echt tolle Städte und sehr freundliche Menschen.

DasROCKT!: Ihr seid in in paar Wochen durch Europa unterwegs. Habt ihr ein Lager für euer Equipment hier in Europa oder wie macht ihr das mit all euren technischen Spielsachen?

Andrew: Nein wir mieten das meiste von einer Backline-Firma in Deutschland (manchmal aber auch aus Prag) und mit im Gepäck im Flieger sind eigentlich nur unsere Gitarren, Becken und kleinere Sachen die man leicht mitnehmen kann im Flieger. (tiz)

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tiz

Chefredakteur und Mitbegründer des Heftes. Verantwortlich für jedes gedruckte Wort und die inhaltliche Ausrichtung des Magazins sowie Bandbetreuer auf dem Ehrlich & Laut Festival

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